Prävention in jedem Alter
Es ist nie zu früh oder zu spät für Demenzprävention
Demenz kann alle treffen. Doch wer sich bewegt, sozial aktiv bleibt und aufs Herz achtet, stärkt auch das Gehirn – in jedem Alter. Studien zeigen: Bis zu 45 % des Risikos lassen sich beeinflussen. Dennoch kann Demenz auch bei gesunder Lebensweise auftreten, etwa durch genetische Faktoren. Nach der Diagnose heisst Prävention: verlangsamen, stabilisieren – und Lebensqualität bewahren.
Das Quiz wurde uns freundlicherweise von Brain Health Scotland zur Verfügung gestellt.
Vorbeugen
Welche Risikofaktorengibt es?
Der grösste Risikofaktor ist das Alter: Obwohl eine Demenzerkrankung nicht zum normalen Alterungsprozess gehört, steigt das Risiko einer Erkrankung mit zunehmendem Alter. Neben den nicht veränderbaren Faktoren (Alter, Geschlecht, Genetik) gibt es laut einer aktuelle Studie bekannte und unbekanntere Risikofaktoren, die beeinflussbar sind und für rund 45 Prozent aller Demenzerkrankungen weltweit verantwortlich sind. Die neusten Risikofaktoren in der Liste sind Hör- und Sehverlust sowie ein hoher LDL-Cholesterinspiegel. In Prüfung zur Aufnahme ist die Schlafqualität.
Verlangsamen & unterstützen
Prävention endet nicht mit der Demenzdiagnose
Ein gesundheitsbewusster Lebensstil hilft auch Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Demenzform, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, Komplikationen zu vermeiden und Lebensqualität zu unterstützen.

Prävention für Menschen mit Demenz
Lebensqualität für Erkrankte erhalten, Angehörige unterstützen.

Nichtmedikamentöse Therapien
Wohlbefinden Erkrankter unterstützen, Selbstständigkeit erhalten.
In der Praxis
Einfache Techniken, das Verhalten anzupassen
Eigentlich wissen wir, dass wir uns zum Beispiel mehr bewegen und weniger ungesunde Genussmittel zu uns nehmen sollten – aber bei der langfristigen Umsetzung geben wir oft auf. Wissenschaftlich fundierte Techniken können uns aber dabei unterstützen:

Ein klares Ziel
Ein realistisches und an ihre Vorlieben angepasstes Ziel (z. B. 30 Minuten Spazieren pro Woche) hilft, das Verhalten zu steuern. Setzen Sie sich ein messbares Ziel bezüglich Zeit, Anzahl oder anderer Eckdaten.

Ein konkreter Plan
WENN-DANN-Pläne erleichtern das Handeln. (z. B. WENN ich zu Mittag gegessen habe, DANN gehe ich 20 Minuten spazieren.) Halten Sie den Plan digital oder auf Papier fest.

Alternativen vorsehen
Bereiten Sie einen Plan B vor (z. B. WENN ich zu beschäftigt bin, um spazieren zu gehen, DANN mache ich Übungen am Schreibtisch.)

Fortschritte verfolgen
Dokumentieren Sie, wie sich Ihr Verhalten auf Ihre Fitness, Ihr Gewicht oder Ihr Wohlbefinden auswirkt. Notieren Sie Ihre Motivation digital oder auf Papier (z. B. auf einer Skala von 1 bis 10). Dies hilft, auf Kurs zu bleiben.

Ziele anpassen
Prüfen Sie, ob Ihre Ziele noch Ihren Bedürfnissen entsprechen. Vereinfachen Sie diese bei Bedarf oder steigern Sie sie schrittweise, um motiviert zu bleiben.

«Anstubser» einbauen
Verhaltensänderungen sind komplex und erfordern oft geistige Ressourcen. Eine einfache Alternative ist das sogenannte Nudging (dt.: Anstupsen) (z. B. indem Trinkwasserflasche oder Sportschuhe so im Raum hingestellt werden, dass man an erwünschtes Verhalten erinnert wird.) Solche unbewussten Anstupser eignen sich auch gut für Menschen mit beginnender Demenz.
Prävalenzzahlen
Demenz in Zahlen
Bis 2050 werden
285700
Menschen
in der Schweiz betroffen sein.
Alle
15
Minuten
erkrankt ein Mensch in der Schweiz an Demenz.
Hilfsmittel & Materialien
Wertvolle Ressourcen im Alltag
Ob zur Vorbeugung, bei ersten Fragen oder nach der Diagnose: Unsere Materialien und digitalen Angebote helfen, Orientierung zu finden, Erfahrungen zu teilen und konkrete Unterstützung zu erhalten. Für mehr Selbstbestimmung, Lebensqualität – und eine wirksame Prävention in jeder Phase von Demenz.

Broschüre Demenz vorbeugen
Die neue kostenlose Broschüre bündelt Fachwissen zum Umgang mit Risikofaktoren und gelebter Prävention, ein Leben lang.

alzpeer Community-Plattform
Im Forum austauschen, Experten befragen, einen Peer finden: die Community von Alzheimer Schweiz bietet Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und wertvolle Informationen auf Augenhöhe.

10 Fragen zur Prävention
In unserer beliebten Reihe «kurz erklärt» haben Sie die Gelegenheit, sich auf einen Blick mit den häufigsten Fragen und Antworten mit dem Thema Prävention zu beschäftigen.

Magazin «auguste», Schwerpunkt Prävention
Was bedeutet vorbeugen, verlangsamen, unterstützen in verschiedenen Stadien einer Demenzerkrankung – auch bei pflegenden Angehörigen? Weitere nützliche Tipps, Angebote und Wissenswertes rund um das Thema Demenz, als auch aus der Welt von Alzheimer Schweiz und den kantonalen Sektionen.

alzguide – online Unterstützung finden
Unterstützung, Freizeitangebote, Pflege, zugehende Beratung und viel mehr. Mit Eingabe der Postleitzahl oder Stadt rasch Unterstützung finden.

Gehirnjogging
Lernen Sie täglich etwas Neues. Bleiben Sie neugierig. Lesen Sie die Zeitung oder ein Buch, spielen Sie Puzzles oder probieren Sie immer wieder neue Rätselarten aus. Dieses Rätselheft unterstützt Sie dabei.

Spenden
Unter den schlaflosen Nächten litt auch meine Gesundheit
Seit vier Jahren pflegt Anna ihren an Demenz erkrankten Mann Sepp. Neben vielen schönen Momenten wurden die Nächte zunehmend herausfordernd – Sepp war unruhig, wanderte durchs Haus und Anna schlief kaum noch.
Ihre Lebensfreude schwand. Als sich schliesslich eine Freundin der Familie grosse Sorgen machte, rief Anna schliesslich beim Alzheimer-Telefon an. Im Gespräch mit der Beraterin erkannte sie, wie wichtig ihre eigenen Bedürfnisse und ihre Gesundheit sind. Sie gestand sich ihre tiefe Erschöpfung ein und suchte nach neuen Wegen. Heute besucht Sepp dreimal pro Woche die Nachtstätte in ihrer Region. So kann Anna wieder schlafen und tagsüber für ihn da sein.
Ihre Unterstützung verändert Leben.
Entlastung für Angehörige gibt es nur dank Menschen wie Ihnen. Mit Ihrer Spende schenken Sie Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen neue Kraft.



















